Stiftung Kloster Eberbach
Aktuelles
Besuch
Erkundungen
Weinführungen
Klosterräume
Schaufenster
Historie
Abtei-Geschichte
Zisterzienser
Kultur und Kunst
Abteimuseum
Abts-Chronologie
Stiftung Kloster Eberbach
Geben Sie einen Suchbegriff ein!
Kontakt
Sitemap
Zisterzienser I.   weiter  
Über die weitaus längste Zeit seines Bestehens,
von 1136-1803, war Kloster Eberbach eine Abtei des Zisterzienserordens.

Erst seit 200 Jahren befindet sich die Anlage in weltlichem Besitz.


Die Zisterzienser sind im Jahr 1098 als Reformbewegung aus den Benediktinern hervorgegangen. Antrieb war die Absicht, die Regel des für das abendländische Mönchtum prägenden hl. Benedikt in ihrer ursprünglichen Strenge zu erneuern.
Dies war der Grundgedanke der Klostergründung von Robert de Molesme 1098 im burgundischen Citeaux, dem Ort, der für den neuen Orden namensgebend wurde.
Hier sollte in eremitischer Abgeschiedenheit die Reinheit der benediktinischen Grundformel "ora et labora" als Ausdruck einer sinnfälligen Verbindung von Gebet und körperlicher Arbeit neu interpretiert und gelebt werden.

Zum prägenden Protagonisten des neu gegründeten Ordens und darüber hinaus zur führenden Gestalt seiner Zeit überhaupt wurde sehr rasch Bernhard von Clairvaux (1090/91-1153), der 1113 mit dreißig gleichgesinnten Freunden und Verwandten in Citeaux eintrat.
Schon 1115 übernahm er das Amt des Abts im neu errichteten Kloster Clairvaux, von wo aus er entscheidend zum Aufschwung und zur Verbreitung des Zisterzienserordens beitrug.
Durch ihn verwandelte sich das Reformkloster in ein außergewöhnliches Zentrum, das die religiöse und wirtschaftliche Entwicklung Europas entscheidend mitprägte.
Er beeinflusste zugleich die geistlichen Streitfragen seiner Zeit und griff - wie etwa durch seine vielfach rezipierten Kreuzzugspredigten - in das politische Zeitgeschehen ein.
1136 kam er auf Wunsch des Mainzer Erzbischofs mit zwölf weiteren Mönchen aus Clairvaux in das Rheingauer Tal und gründete die Abtei Eberbach.


Video "Zisterziensertag 2005",

aus der Sendung "Das Thema", RheinMainTV, 29.08.2005

Bitte wählen Sie die gewünschte Übertragungsgeschwindigkeit!

Schon zu Lebzeiten Bernhards zählte der Orden fast 350 Zisterzen, ein Jahrhundert später nahezu 650 Abteien.
Für die Verbreitung maßgebend war das Prinzip der Filiation, also der Gründung von "Tochterabteien" bei Erreichen einer genügenden Kopfzahl in den "Mutterabteien".
Allein auf Clairvaux gingen im Laufe der Zeit 355 Klöster zurück, wobei Himmerod in der Eifel und Eberbach im Rheingau die einzigen deutschen Filiationen von Clairvaux blieben.

  weiter