Die Zisterzienser sind im Jahr 1098 als Reformbewegung
aus den Benediktinern hervorgegangen. Antrieb war
die Absicht, die Regel des für das abendländische Mönchtum
prägenden hl. Benedikt in ihrer ursprünglichen Strenge zu
erneuern.
Dies war der Grundgedanke der Klostergründung von Robert
de Molesme 1098 im burgundischen Citeaux, dem Ort, der
für den neuen Orden namensgebend wurde.
Hier sollte in eremitischer Abgeschiedenheit die Reinheit
der benediktinischen Grundformel "ora et labora"
als Ausdruck einer sinnfälligen Verbindung von Gebet und
körperlicher Arbeit neu interpretiert und gelebt werden.
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Schon zu Lebzeiten Bernhards zählte der Orden fast 350 Zisterzen, ein Jahrhundert später nahezu 650 Abteien.
Für die Verbreitung maßgebend war das Prinzip der Filiation,
also der Gründung von "Tochterabteien" bei Erreichen einer
genügenden Kopfzahl in den "Mutterabteien".
Allein auf Clairvaux gingen im Laufe der Zeit 355 Klöster
zurück, wobei Himmerod in der Eifel und Eberbach im Rheingau
die einzigen deutschen Filiationen von Clairvaux blieben.
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