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Fraternei (Cabinetkeller)  
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Der Begriff Fraternei leitet sich von dem lateinischen "frater", zu deutsch: "Bruder" ab.
Die Fraternei, somit als "Brüdersaal" zu übersetzen, war jener Raum, in dem die Mönche, dem Gebot des "ora et labora" folgend, häuslicher Arbeit nachgingen.
Die Eberbacher Fraternei diente in der Frühzeit vermutlich vor allem der Arbeit des Bücherkopierens durch die Chormönche.

Vor Erfindung der Buchdruckerkunst waren es nahezu ausschließlich die klösterlichen "Skriptorien", auf deren Produktivität die Verbreitung des Wissens in Form von Büchern und anderen Handschriften ruhte. Die Wiege unserer abendländischen Kultur befand sich damit gerade in Räumen wie der Eberbacher Fraternei.

Noch eine andere Wiege stand in diesem wuchtigen kreuzgratgewölbten Raum: Nach Aufgabe der Nutzung als Fraternei richteten hier die Mönche eine "Schatzkammer" für die Lagerung ihrer edelsten Weine ein, die sie im Zeitalter des Barock in vornehmer Französisierung "Cabinet" nannten.
Diese Bezeichnung wurde später zu einem verbreiteten Prädikat für erlesene Weine und ist noch heute im Weinrecht als "Kabinett" verankert.


Auch der Eberbacher Fraternei sieht man bis heute an, dass sie Weingeschichte geschrieben hat.
Vermauerte Fenster und eine Ausstattung mit Weinfässern, in denen einst Weine berühmter Weinbaudomänen reiften, lassen das ideale Bild eines stimmungsvollen Weinkellers entstehen.
Fraternei

Nutzungsprofil
Fraternei

In der Fraternei kann man in stimmungsvoller Atmosphäre an einer Weinprobe teilnehmen oder die Gäste vor oder nach einer Veranstaltung zum Empfang bitten.

An warmen Sommertagen entfaltet der im Kerzenschein beleuchtete "Cabinetkeller" mit seinen kühlen Gewölben eine wohltuende Ausstrahlung.
Ein dazu passender leichter Riesling-Kabinett im Glas lässt dann jahrhundertealte Weingeschichte lebendig werden.

Details:
20 bis 120 Personen
Nutzungsentgelt je Tag und Breitstellungspauschale auf Anfrage!
Hinweis: Die Fraternei ist nicht beheizbar!
Bitte beachten Sie die Benutzerordnung der Stiftung Kloster Eberbach
Fraternei (800 KB)

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