Die Gründung des Zisterzienserklosters
Eberbach geht auf den heiligen Bernhard zurück,
der im Jahr 1136 eine Gruppe von Mönchen aus
seinem Kloster Clairvaux in Burgund hierher in den
Rheingau entsandte.
Das Leben dieser Mönche folgte der strengen Regel
des heiligen Benedikt und war geprägt von asketischsten
Lebensumständen im immer gleichen Tagesrhythmus
von Chorgebet und harter Arbeit.
Kloster Eberbach erlangte schon bald nach seiner Gründung
eine große geistige Ausstrahlung und wurde
bereits in den ersten 100 Jahren seines Bestehens
zur Mutterabtei von vier weiteren Klöstern. Später
diente die Abtei auch der Grablege hochrangiger Vertreter
von Adel und Klerus, darunter von drei Mainzer Erzbischöfen.
Darüber hinaus war das Kloster zugleich ein riesiges
Wirtschaftsunternehmen mit reichem Landbesitz,
der weit über die Grenzen des Rheingaus hinausreichte.
Obwohl noch nicht einmal 5% davon für den Weinbau
genutzt wurden, war der Weinbau die klösterliche Haupteinnahmequelle,
und um ihn haben sich die Eberbacher Mönche besonders
verdient gemacht.
Sowohl die geistige Sendung der Abtei als auch ihre
wirtschaftliche Betätigung schlugen sich in einem
umfangreichen Bauprogramm nieder.
Die Architektur des noch fast vollständig erhaltenen
Klosters wird von Bauten aus der Romanik, der Gotik
und dem Barock bestimmt.
Lassen Sie sich bei einem Rundgang durch die Klosteranlagen
zurückversetzen in eine längst vergangene Zeit und
erleben Sie einen Ort, in dessen Mauern die Spuren
unserer abendländischen Geschichte wie in einem Archiv
bewahrt geblieben sind. |