Unter strikter Befolgung der Ordensregel
des Heiligen Benedikt von Nursia führten die Zisterziensermönche
jener Pionierzeit ein entbehrungsreiches, von Askese
geprägtes Leben im Sinne des Gebots: Ora et labora
- Bete und Arbeite!
Sprechverbote, Schlafentzug, kärglichste Nahrung und
das Leben in ungeheizten, oft feuchtkalten Räumen
bestimmten ihren Tagesablauf, der im übrigen durch
einen festen Rhythmus von Chordienst und harter Arbeit
geprägt war.
Trotz dieser nach heutigem Empfinden übermenschlichen
Anforderungen erlebte der Orden im 12. Jahrhundert
eine hohe Anziehungskraft, gerade auch für gesellschaftlich
höhergestellte Stände, wie etwa den Adel. |