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Maßnahmen der Generalsanierung im Jahr 2007:
Die Generalsanierung schreitet fort. Und gerade im Jahr 2007 werden viele Dinge begonnen und abgeschlossen werden können, die die Stiftung mittels einer Fotodokumentation begleiten wird.
Die angefügten Baubeschreibungen bieten Ihnen einen Überblick über die Komplexität der Planungen und natürlich auch der baulichen Umsetzung.
Durch einen Klick können Sie sich zudem direkt über den Stand der Arbeiten in den einzelnen Sanierungsbereichen informieren. Das Baustellentagebuch wird zeitnah geführt und Ihnen mit vielen Bildern einen Einblick in zum Teil nicht unzugängliche Bereiche verschaffen.
Die Stiftung Kloster Eberbach hält so einen virtuellen Blick durch den Bauzaun für Sie bereit und wirbt gleichzeitig um Ihr Verständnis für unvermeidbare Einschränkungen, wenn es um das Erlebnis "Kloster Eberbach" geht.
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Folgende Sanierungsbereiche sind derzeit dokumentiert:
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Hospitalbauten
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Die Baubeschreibung formuliert Planungsgrundsätze, nennt in Bearbeitung befindliche Bauabschnitte und gibt Hinweise auf das Ziel der Sanierung (Einzelmaßnahmen). |
Freianlagen, gesamt
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Neben den grundsätzlichen Ansätzen einer umfassenden Gestaltung der Freianlagen (insg. ca. 7,5 Hektar) schildert die Baubeschreibung wesentliche Anforderungen, Arbeitsabläufe und anvisierte Ziele. |
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Folgende Sanierungsbereiche sind derzeit dokumentiert:
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Hospitalbauten
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Beginnend im Oktober 2006 widmen sich die Sanierungsarbeiten nun dem Gebäudekomplex "Hospitalbauten". Inzwischen sind in allen Bereichen Arbeiten im Gange, die das Baustellentagebuch bildlich einzufangen versucht. |
| Freianlagen |
Die vielfältigen Aufgaben, die zu bewältigen sind, lassen sich am eindeutigsten im Bereich der Freianlagen ablesen. Ein neuer Zuweg (Provisorium) zur Klosterkasse entlastet die Ostzufahrt um die Hospitalgebäude herum. Zahlreiche Schürfungen (z.B. Friedhof) geben Einblick in die Geschichte der ehemaligen Abtei. Vorhandene Topographie und gewünschtes Wegenetz erfordern geschickte Lösungen u.v.m.. |
| Abtsgartenhaus |
Kleinod und heute herausragendes Detail einer Entwicklung des Klosters im beginnenden 18. Jahrhundert. |
| Mauern |
Nicht nur die Regeln des Ordern verlangten nach Einfriedung, auch die Topographie und Ausdehnung der wachsenden Klosteranlage haben viele Meter Natursteinmauern hinterlassen, die es nun zu erhalten gilt. |
| Frisch- und Abwasser |
Im Bereich der sog. Westspange zwischen Barock-Pforte und nördlichem Tor müssen alle vorhandenen Leitungswege erneuert werden. Zugleich werden natürlich die Anforderungen im Bezug auf eine Neugestaltung der Freianlagen berücksichtigt. |
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Baubeschreibung "Hospitalbauten"
Grundsätze:
Die Sanierung bearbeitet den Komplex „Hospitalbauten“, der aus den Gebäudeteilen "Altes Hospital", "Kelterhaus", "Nordquerbau mit Eiskeller", "Ehemaliges Schlachthaus" sowie "Wirtschaftsgebäude" besteht.
Parallel mit den Sanierungsarbeiten werden Nutzungsänderungen in detaillierter Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen (LAfDHe) realisiert.
Einzelmaßnahmen:
| 1. |
Die Nutzungsänderungen umfassen die Wandlung des Kelterhauses zu Vinothek und Klosterladen, die Ergänzung einer Cateringküche für die Hospitalstube, die Ausstattung des Eiskellers als Ausstellungs- und Verkostungsraum sowie die Herstellung von Büroräumen im Nordquerbau, dem Schlachthaus und dem Wirtschaftsgebäude. |
| 2. |
Die historische Dachkonstruktion wird in zimmermannsmäßiger Detailarbeit (Erhalt der historischen Substanz) sowie das Einfügen notwendiger Verstärkungen im Bereich des Kelterhauses vollständig überarbeitet; hierzu ist eine komplette Einhausung (Schutzdach) notwendig.
Die Hospitalbauten erhalten eine vollständig neue Einschieferung aller Dachflächen. Aller Spenglerbauteile werden ebenfalls erneuert. Das Schutzdach wird nach Abschluss der Sanierung vollständig entfernt.
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| 3. |
Mit dem Abbruch der Decke über dem Neuen Gärkeller (dieser ist dem Kelterhaus nach Osten vorgelagert und befindet sich unter der jetzigen Fahrbahnfläche) und dem Verfüllen dieses Kellerraums muss die Fahrbahn nach Osten in die Böschung verlagert werden.
Während der gesamten Bauphase muss eine uneingeschränkte Feuerwehrzufahrt gewährleistet werden. |
| 4. |
Fenster und Fassadenflächen (Außenputz) werden in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen erhalten oder ausgebessert sowie abschließend gestrichen.
Die noch vorhandenen Vergitterungen der Fenster wird demontiert. |
| 5. |
Das Gebäude erhält eine eigenständige Beleuchtungskonzeption für innen (Besucherrundgang, Schatzkammer, Nutzflächen usw.) und außen.
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Erläuterungen zu den Gebäudeteilen:
| E |
Bauteil „Eiskeller“
Dieser Gewölbekeller kann aus bauphysikalischen Gründen nicht im vollen Maße temperiert werden. Deshalb dient dieser Raum zu Ausstellungszwecken und kleineren Stehweinproben, aber nicht zum dauernden Aufenthalt.
Der Bodenbelag oberhalb des Gewölbekellers wird abgetragen. Während der Bauzeit wird die Feuerwehrumfahrt dadurch sichergestellt, dass die Straße in den Hang hineingelegt wird. Der Hang und die Baugrube werden mit einem Verbau gesichert.
Die Außentreppe wird außerhalb des Gewölbes abgebrochen.
Die vorhandene „Eisgrube“ wird verfüllt und auf den bestehenden Untergrund ein neuer Fußboden aufgebracht. Zur Schatzkammer wird ein zugemauerter Durchbruch geöffnet und mit einer Verglasung versehen. Wände und Gewölbe werden steinsichtig verputzt und gestrichen.
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| V |
Bauteil „Kelterhaus“
Die Kelterhalle wird zu einer Vinothek und Klosterladen umgebaut. Der nördlich angrenzende Bereich hält später sanitäre Anlagen für Gäste und Personal, ein Büro und eine Teeküche vor.
Die Holzkonstruktion der Dachstühle wird der neuen Situation (Einbau einer Wärmedämmung) angepasst. An der Südseite wird eine Fensterbrüstung entfernt und eine neue Tür mit Oberlicht als Zugang zur Terrasse eingesetzt. Das Sandsteingewände wird ergänzt.
Im Obergeschoss (Ehemaliges Stiftungsbüro) werden, bis auf die Trennwand Nordquerbau, alle Wände und Einbauten abgebrochen. Ebenso werden die massiven Einbauten in der Kelterhalle entfernt und die beiden Fenster in der Trennwand zugemauert. Die sog. Rabitzdecke in der Kelterhalle soll erhalten, überarbeitet und gestrichen werden.
Im nördlichen Bereich werden unter einer abgehängten Decke Büros und eine Teeküche entstehen. Der vorhandene Fußboden der Kelterhalle und in Teilen des Nordquerbaus wird abgetragen, um einen neuen Fußbodenaufbau herstellen zu können. Der Wandputz wird überarbeitet, gegebenenfalls ergänzt und neu gestrichen.
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| H |
Bauteil „Hospital und Schatzkammer“
Die Funktionen der Schatzkammer (Weinlagerung) und des Hospitals (Führungen und Weinproben) bleiben erhalten. Die beiden Räume werden auch künftig nicht beheizt.
Die Risse in den Kreuzgewölbekappen werden kraftschlüssig verpresst. Die Hospitalfenster werden aufgearbeitet und ergänzt. Die derzeitige Verbretterung an den Innenseiten der Fenster wird durch doppelflügelige Holzklappläden ersetzt.
Zur Bearbeitung von Hospital und Schatzkammer ist eine Auslagerung des kompletten Weinbestands erforderlich.
Die Durchbrüche von der Schatzkammer zum Neuen Gärkeller werden vor dem Verfüllen des Gärkellers geschlossen.
Nach der Putzuntersuchung wird der derzeitige Zustand des Wand- und Deckenputzes (innen) gesichert und erhalten. Dazu ist ein komplettes Raumgerüst in Schatzkammer und Hospital erforderlich. Die mit Salzen belasteten Wände und Decken werden bewusst nicht entsalzt. Putzfehler und Risse werden ergänzt bzw. verpresst. Diese Flächen werden farblich angepasst.
Die vorhandene Holztreppe zur Galerie (Nordseite) wird repariert. Eine Treppenanlage zur Überbrückung des Höhenunterschiedes zwischen Schatzkammer und Eiskeller ermöglicht den zweiten Fluchtweg aus der Schatzkammer.
Die technische Ausrüstung von Schatzkammer und Hospital beschränkt sich auf Stromanschlüsse und zurückhaltende Beleuchtung.
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| N |
Bauteil „Nordquerbau“
Im Erdgeschoss befindet sich die Hospitalstube, die durch Cateringküche, Garderobe und sanitäre Anlagen ergänzt werden wird und eine Verbindung zum Eiskeller erhält. Die Räume im Obergeschoss (Ehemaliges Stiftungsbüro) werden von den Hessischen Staatsweingütern als Büroräume genutzt. Das Bismarckzimmer dient als Besprechungsraum. Der Dachraum bleibt unausgebaut.
Die Lastabtragung der Decken im Nordquerbau wird im Deckenquerschnitt verstärkt. Zerstörte Hölzer werden im Originalquerschnitt ersetzt. Im Dachraum wird eine Wärmedämmung auf der Holzbalkendecke verlegt. Die Decke über dem Verbindungsraum zwischen Eiskeller und Nordquerbau wird erneuert.
Die Außentür in diesem Raum wird zu einem Fenster mit Brüstung umgebaut. Es werden zwei neue Durchbrüche zum Wirtschaftsgebäude geschaffen. Die Gitter außen vor den Fenstern werden entfernt. Die Bleiverglasung im Bismarckzimmer wird überarbeitet und durch weitere Glasscheiben innen und außen geschützt.
Die Trennwände im Obergeschoss zwischen dem Flur und den Büros werden nach Möglichkeit mit Öffnungen zur Belichtung des Flures versehen. Im Erdgeschoss werden zwei Durchbrüche von der Hospitalsstube in die zukünftige Cateringküche notwendig.
Die vorhandene Treppe und der Fußboden werden entfernt und ersetzt. In Bismarckzimmer und angrenzendem Büro wird der alte Spanplattenboden aufgenommen, die Holzbalkendecke gegen Schwingungen gesichert und ein neuer Fußboden mit Parkettoberfläche eingebaut.
In allen Räumen des Obergeschosses wird eine abgehängte Decke angebracht. Im Erdgeschoss wird der Deckenputz überarbeitet und gestrichen. In den Sanitäranlagen werden abgehängte Decken eingebaut.
Im Obergeschoss wird eine brüstungshohe Holzwandverkleidung eingebaut hinter der die Elektro- und EDV-Verkabelung verläuft. |
| W |
Bauteil „Wirtschaftsgebäude“
Neben dem Stuhllager für die Hospitalstube und dem Zugang sind im Erdgeschoss Büros, sanitäre Anlagen und eine Teeküche angeordnet. Über eine neue Treppe und eine Galerie im Dachgeschoss wird die Verbindung zum Bismarckzimmer und zu den Büros im Nordquerbau hergestellt. Im Dachgeschoss befindet sich ein Lager.
Die Außenrampe wird vollständig abgebrochen und durch eine Treppenanlage mit Podest ersetzt. Die Tür auf der Südseite wird durch eine Fenstertür ersetzt.
Das Dach wird zwischen den Sparren gedämmt und wird auf der Nordseite mit einer Gaube versehen, die den ausgebauten Dachraum belichtet. Der Kamin wird abgebrochen.
Zum ehemaligen Schlachthaus wird ein neuer Durchgang geschaffen. Der alte Durchgang wird zugemauert.
Der Fußboden im Erdgeschoss wird aufgenommen, eine neue Bodenplatte aus Stahlbeton erstellt und darauf ein neuer Fußbodenaufbau eingebaut. Der Fußboden im Dachgeschoss wird in Parkett ausgebildet. Die neue Treppe wird mit Holzstufen belegt.
Das Stuhllager der Hospitalstube wird mit gemauerten Wänden abgetrennt. Alle weiteren Wände werden im Trockenbau oder als leichte Trennwände erstellt. Die Putzflächen werden erneuert und gestrichen.
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| S |
Bauteil „Schlachthaus“
Im Erdgeschoss werden zwei Büros untergebracht. Das Dachgeschoss bleibt ohne Ausbau. Die Dämmung im Dach wird auf die Holzbalkendecke gelegt. Die Gauben werden im Zuge der Dachsanierung überarbeitet. Die zugemauerte Türöffnung an der Ostseite wird zu einem Fenster umgebaut, ebenso wie die Tür auf der Westseite.
Es wird eine abgehängte Decke eingebaut. Der Fußboden wird aufgenommen und ersetzt. Der Putz wird erneuert und gestrichen.
Die Abtrennung der Räume erfolgt über ein leichtes Trennwandsystem mit ausreichender Schalldämmung. Zwischen Wirtschaftsgebäude und ehemaligem Schlachthaus muss der Höhenunterschied mit einer kleinen Treppe überwunden werden.
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Die Fachbetreuung der Maßnahmen gewährleistet die Planergruppe HTWW GmbH, Wiesbaden. Zur Klärung von Fragen wenden Sie sich bitte an:
Stiftung Kloster Eberbach
Klosterverwaltung
Kloster Eberbach . D-65346 Eltville im Rheingau
Ruf +49 (0) 6723 9178 - 100
E-Mail generalsanierung@klostereberbach.de |
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Baubeschreibung "Freianlagen Kloster Eberbach"
Grundsätze:
Unter dem Titel „Kultur inmitten von Natur“ werden die historisch charakteristischen Differenzen zwischen natürlichem Umfeld („Natur“) und dem Klosterareal als Zeugnis der strengen Organisation des Zisterzienserordens („Kultur“) herausgearbeitet.
Dabei orientiert sich die Freianlagenplanung an maßgeblichen Gestaltungsprinzipien: Die Zisterzienser stehen für Einheitlichkeit, Schlichtheit, Bescheidenheit und Selbstverständlichkeit in der Zeit des Mittelalters (Abgeschlossenheit, hortus conclusus) und der Epoche der Romanik (Gedrungenheit, Massivität).
Struktur gebend ist der Ansatz, „Kern“ und „Ring“ innerhalb der Klosteranlage zu unterscheiden. Grundsätzlich ist die Klosteranlage ein Ganzes (Einheitlichkeit, unitas), wird aber durch den klösterlichen Klausurbereich und die ihn direkt umgebenden vielgestaltig genutzten Bereiche charakterisiert (siehe auch Trennung von Mönchen und Konversen); Intensität und Formensprache der Gestaltung nehmen auf diese Struktur Rücksicht.Die Planungsschritte verlaufen in detaillierter Abstimmung und auf höchster Ebene mit dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen (LAfDHe).
Anforderungen:
Es muss eine dem Bauensemble und dessen historischer Wertigkeit angemessene Gesamtgestalt entwickelt werden, die sich zudem möglichst multifunktional den Ansprüchen und Ideen der Besucher und Veranstalter öffnet sowie den Repräsentationsaufgaben für die Hessisches Landesregierung gerecht wird.
Neben der Sicherung einer dauerhaft belastbaren Neugestaltung durch verwendete Materialien und die nutzungsorientiert festgelegte Ausführungsvariante (z.B. Bauklasse der Verkehrsflächen) muss für einen nachhaltigen Artenschutz (vor allem Äskulapnatter und Fledermäuse) und den Schutz der Klosteranlage vor Unwetterschäden (siehe Überflutung 2005) gesorgt werden.
Eine tragfähige und zielgerichtete Konzeption für fließenden und ruhenden Verkehr sowie die vollständige Umsetzung des Brandschutzkonzepts (1998) mit Zufahrts-, Aufstell- und Bewegungsflächen für die Einsatzkräfte ist zwingend erforderlich. Schließlich muss die Neugestaltung problemlos in Teilabschnitten und nach Fortschritt der Gebäudesanierung umgesetzt werden können.
Einzelmaßnahmen:
| 1. |
Herrichten der Freianlagen für die Neugestaltung:
Zu erhaltender Baumbestand wird mit geeigneten Mitteln (Wurzelvorhang, Stamm- und Überfahrschutz) gegen negative Belastungen während der Baumaßnahmen geschützt; im Zuge der Vorbereitung werden allerdings auch Bäume und Sträucher gerodet sowie Grünflächen abgeschoben.
Oberboden wird zur Wiederverwendung seitlich gelagert.
Derzeit befestigte Flächen werden vielerorts aufgebrochen und der Belag entfernt. Teilweise müssen während der Bauphase Erschließungsflächen provisorisch mit Asphalt befahrbar gemacht werden.
Vorhandene Mauern und Treppenanlagen werden abgetragen, um eine provisorische Feuerwehrzufahrt, neue Wegeverbindungen und einen neuen nördlichen Zugang zum Eiskeller gestalten zu können. Einbauten und Ausstattungsgegenstände (Bänke, Leuchten, Schilder, Schachtdeckel usw.) müssen aufgenommen werden und erhalten nach Vorgabe der Freianlagenplanung einen neuen Standort.
Alle Arbeiten innerhalb des Klosterareals bedürfen einer Bau begleitenden Archäologie im Sinne der Denkmalpflege.
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| 2. |
Geländebearbeitung:
Nach abgestimmter Freianlagenplanung werden die vorhandenen Geländehöhen und -verläufe überarbeitet und zum Teil deutlich verändert.
Neue Geländeabwicklungen werden an einzelnen Stellen provisorisch abgefangen und schließlich in die bestehenden Flächen integriert. Dazu sind in der Neugestaltung zum Teil neue Stützmauern vorgesehen (z.B. Erweiterung des Zugangs zum Eiskeller oder Anfügen einer Terrasse südlich der Kelterhalle).
Im Zuge der gärtnerischen Bodenbearbeitung werden Flächen gelockert (Verdichtungen aufbrechen, Staunässe verhindern), Pflanzgruben ausgehoben, Grünflächen mittels Bodenverbesserung auf die Bepflanzung oder Rasenansaat vorbereitet.
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| 3. |
Bepflanzung:
In vielen Bereichen werden Bäume, Sträucher und Stauden gepflanzt, die den Laub tragenden Anteil an Pflanzen in der Klosteranlage insgesamt erhöhen.
Rasen- und Wiesenflächen erhalten eine kräuterreiche Ansaat („Ring“) und werden im Bereich des „Kerns“ als Zierrasen ausgeführt. Böschungen (Verlegung von Rollrasen) und befahrbare Flächen (Schotterrasen) werden in technischer Hinsicht angepasst ausgeführt.
Neu gepflanzte Bäume und angelegte Grünflächen werden über die ersten zwei Jahre intensiv gepflegt, um ein Anwachsen ohne Ausfälle abzusichern.
Bestandsgehölze werden einen fachgerechten Erziehungsschnitt erhalten, um deren Substanz zu stärken und den artgerechten Wuchs nachhaltig zu fördern; gleichzeitig werden Schnittmaßnahmen zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit durchgeführt.
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| 4. |
Oberflächenbefestigung (Wege- und Platzflächen):
Aufgrund der Zufahrtsnotwendigkeit von Feuerwehr- und Andienungsverkehr müssen viele befestigte Flächen einen schwerlastbefahrbaren Unterbau erhalten. Die Oberflächen selbst werden mit Naturstein-Kleinpflaster (Muschelkalk) in einem richtungslosen Verband (Passe) befestigt.
In Teilbereichen kommen wassergebundene Befestigungen oder asphaltierte bzw. betonierte Funktionsflächen zur Ausführung.
Als Provisorien sind Teilflächen der Verkehrsflächen in asphaltierter Oberfläche vorgesehen, so dass z.B. permanent eine ganzjährig belastbare Feuerwehrzufahrt sichergestellt werden kann.
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| 5. |
Baukonstruktionen:
Neben einzelnen Stützmauern werden neue Treppenanlagen benötigt, um die Wegeverbindungen im neuen und alten Geländeverlauf zu realisieren.
(Hoch-)Beeteinfassungen, Brunnen sowie eine partielle Öffnung des Kisselbachs erfordern detailreiche Planungen.
Innerhalb der Oberflächenbefestigung sind Entwässerungsbauwerke erforderlich, die als punktuelle Abläufe oder Linienentwässerungen (Rinnen) hergestellt werden. Der Anschluss der Abflüsse erfolgt an das vorhandene Trennsystem (Regenwasserkanäle).
In befestigten Flächen gelegene Baumpflanzungen werden zur Lastverteilung mit Guss-Baumscheiben ausgestattet. Blüh- und Grünpflanzen in Pflanzkübeln werden aufgestellt.
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| 6. |
Möblierung:
Die neue Freianlagengestaltung sieht die Umsetzung eines eigenständigen Beleuchtungskonzepts vor. Zudem werden Sitzplätze, Papierkörbe, Poller und ein durchgängiges Beschilderungskonzept ausgeführt.
Gesondert aufgestellte Stelen werden punktuell historische und naturräumliche Hintergrundinformationen vermittelt.
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Die Fachbetreuung der Maßnahmen gewährleisten die Landschaftsarchitekten Bernard::Sattler, Berlin. Zur Klärung von Fragen wenden Sie sich bitte an:
Stiftung Kloster Eberbach
Klosterverwaltung
Kloster Eberbach . D-65346 Eltville im Rheingau
Ruf +49 (0) 6723 9178 - 100
E-Mail generalsanierung@klostereberbach.de |
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Mit dem Blick in die Zukunft:
Auch wenn Klosterarchitektur, die Liebe zur Natur und zur Einbindung der Klosteranlage in das Kisselbachtal viele positive Emotionen bei den Besuchern erweckt, darf sich die Stiftung nicht ihrer Verantwortung zur Erhaltung und Pflege der einzigartigen romanischen, ehemaligen Zisterzienserabtei Kloster Eberbach entlziehen.
Fühlen Sie sich eingeladen mit der Geschäftsführung der Stiftung ins Gespräch zu kommen und die begonnenen Baumaßnahmen kritisch zu begleiten.
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